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01. Juni 2016 von Gabriella Pape

Kategorien: Neuigkeiten |

„Die Gartenkultur ist uns eine Herzensangelegenheit, die wir mit unseren Blogbeiträgen von Pflanzen- und Gartendesignexperten mit Ihnen teilen möchten.“

Gabriella Pape

20. Mai 2017 von Gabriella Pape

Ein neugebauter Garten erstrahlt im ersten Licht

Kategorien: Neuigkeiten |

Haus am Hang Gartenplanung

Im Jahre 2013/14 haben wir mit einer umfangreichen Gartenplanung das Vertrauen einer gartenbegeisterten Pflanzenkennerin gewinnen können, deren Garten wir über die letzten drei Jahre komplett neu bauen durften. Auf den ersten Blick hört sich die Zeitspanne sehr lange an, doch sind die Arbeiten im Garten immer auch sehr vom Baufortschritt des Hauses abhängig. In diesem Fall bedeutete das, dass ein großer Teil des Gartens bereits 2014/15 fertig gestellt werden konnte, weil hier fast nur Pflanzarbeiten auszuführen und Trockenmauern zu errichten waren und es keine hochbaulichen Arbeiten gab.

Das Grundstück liegt, sanft an einen historischen Park geschmiegt, im Herzen von Blankenese und öffnet sich nach Osten, Süden und Westen zu atemberaubenden Blicken auf die Elbe.

Blick auf die Elbe

Atemberaubender Blick auf die Elbe

Blick auf die Elbe

Blick auf die Elbe

Normalerweise ist meine erste Frage bei Gestaltungen: Mit Einbezug der Landschaft oder ohne? Also z.B. gestalte ich Gärten im Innerstädtischen gerne ohne den Einbezug der direkten Nachbarn und der Blicke auf Scheußlichkeiten der Umgebung. Dann spreche ich von einer introvertierten, also nach innen blickenden Gestaltung, wohingegen man an diesem Elbhanggrundstück ohne weiteres von einer extrovertierten, also die Umgebung unbedingt einbeziehenden Gestaltung sprechen kann.

Trockenmauern

Stützmauern 4

Stützmauern

Als eine besondere Herausforderung empfand ich die großen Gefälle vom Haus zur Elbe aber vor allem auch vom westlichen Grundstücksrand zum östlichen. Dort gab es auf nicht einmal 15 Metern ein Gefälle von gut 7 Metern. Meine größte Befürchtung war, dass, wenn ich den Hang nicht durch Stützmauern ab- und unterfange, wachen die Eigentümer eines Morgens nach einem Platzregen auf und alle Bepflanzung liegt ihnen am östlichen Grundstücksrand zu Füßen. Da es immer auch mein Bestreben ist, harte Gestaltungselemente, wie Stützmauern und Wege so diskret wie möglich zu halten, ergab sich hier eine besonders große Herausforderung in der Bepflanzung, sodass innerhalb kürzester Zeit möglichst alle Mauern versteckt sind und den Garten nicht mehr dominieren. Die Wahl des Mauermaterials war für mich natürlich sehr wichtig, denn es sollten keine dominierenden Bergterrassen entstehen, sondern die Hangsituation entschärft werden. Die gewählten rotgrauen Grauwackesteine für die Trockenmauern haben sich sehr harmonisch und gut in die Umgebung eingepasst und sind nur an wenigen Stellen überhaupt noch sichtbar.

Bei meinem heutigen Besuch war ich doch erstaunt, wie schnell der Garten eingewachsen ist und die Pflanzen sich, vor allem auch durch liebevolle Pflege, entwickelt haben. Natürlich liegt das auch an der sehr guten Komposterde die zusätzlich aufgetragen wurde und vor allem an den recht erwachsenen Pflanzen die wir hier verwenden durften. Da die Hausherrin eine große Pflanzensammlerin ist und auch einen Teil an Pflanzen aus dem alten, eingewachsenen Garten mitnehmen wollte, ist aus diesem schwierigen Hanggarten ein mittlerweile erwachsenes Paradies geworden.

Überall Sitzplätze

Es gibt auf dem ganzen Grundstück versteckte kleine und große Sitzplätze die zum Verweilen auffordern, manchmal in der Sonne, manchmal im Schatten, je nachdem wie einem zumute ist. Dicht am Haus gibt es natürlich eine allesüberblickende große Terrasse, auf deren Ostseite der Hausherr auch vier Bienenvölker pflegt; was ideal für den Erfolg des Gartens ist. Am Ende des sich zur Elbe hin zuspitzenden Grundstückes, liegt ein gänzlich verstecktes, historisches Plateau, genannt „Lands End“, von dem aus man einen atemberaubenden Blick über die Elbe hat und dem Garten mal den Rücken zuwenden kann.

Sitzplätze

Sitzplätze

Schwimmbadebene

Schwimmbadebene

Schwimmbadebene

Schwimmbadebene Sumpfgarten Gartenplanung

Schwimmbadebene Sumpfgarten

Auf der tieferliegenden Schwimmbadebene ist Ruhe, Schatten und ein Sumpfgarten angesagt. Hierher kann man an heißen Tagen flüchten, wenn es einem auf den großen Terrassen zu warm wird. Lichter Schatten unter hohen alten Rotbuchenbäumen und großen neugepflanzten Rhododendren machen diesen tiefliegenden Bereich zu einer ruhigen Oase. Auch wenn der Sumpfbereich erst vor kurzem fertig geworden ist, zeigt er doch bereits jetzt sein ganzes Potenzial. Großblättrige Pflanzen sind schon immer ein Faible von mir gewesen und damit kann man natürlich in solchen Feuchtgebieten ordentlich spielen.

Sitzplatz am Wassertisch

Die Abendsonne kann man nicht nur am „Lands End“- Sitzplatz genießen, sondern auch auf der Westseite des Hauses auf einer kleinen Gin-Tonic-Terrasse, dicht am langen Wassertisch und unweit von der Küche.

Ein Dank geht an die Bauherrin und die ausführende Firma.

Einen Garten plant man niemals alleine und in diesem Fall war der große Einsatz, das Interesse und umfangreiche Gartenwissen der Hausherrin ein integraler, wichtiger Bestandteil des Gartenplanes.

Es war sehr schön, diesen Garten mit der Hausherrin zusammen planen zu dürfen und ihn dann auch mit einem sehr kompetenten Bauleiter, Volker Niemann von der Firma „Zum Felde“, ausführen zu können. Denn nicht immer bekommt man bei Privatgärten die Firma seiner Wahl, was sich dann häufig als schwierige Geburt entpuppt, zumindest bei solchen komplexen Privatgärten.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei den geduldigen Gartenbesitzern für diese schöne Aufgabe bedanken.

Bepflanzung © Isabelle van Groeningen

Bepflanzung Iris, Zierlauchsamen, Gräser und Schafgarbe Achillea ‚Moonshine‘

Ihre Gabriella Pape

20.05.2017

 

13. Mai 2017 von Isabelle Van Groeningen

Es duftet, es wird grün, es fängt endlich an!

Kategorien: Jahreszeiten, Neuigkeiten |

Mohn © Isabelle van Groeningen

Die Nachtigallen singen, die Sonne und die Menschen strahlen. Ich auch. Nicht nur die Sonne bringt mich zum Lächeln, sondern auch eine Parfumwolke nach der anderen, egal wo man zu dieser Jahreszeit langläuft. Mein Arbeitsplatz ist idyllisch: Die Sonne strahlt durch unser Gewächshausdach auf mein Klavier. Neben meinem Bildschirm auf meinem Schreibtisch steht ein kleiner Strauß Maiglöckchen, dahinter liegt eine Katze.

Diese wärmenden Temperaturen sorgen dafür, dass Bäume und Sträucher endlich kräftig austreiben, damit man die braunen erfrorenen Triebe nicht mehr so sichtbar sieht. Die nächsten Pflanzen treten jetzt in den Vordergrund. Die Magnolie ist eine Gattung, die ich die letzten Jahre für mich entdeckt habe. Nicht dass ich sie vorher nicht kannte, aber in England und Belgien hatten wir öfter mit späten Nachtfrösten zu tun und die Sorgen, dass die Blüte wieder abfrieren, so dass ich immer fand, sie sind diesen Stress nicht wert. Die letzten neun Winter in Berlin sind allerdings so gewesen, dass es diese schädigenden Nachtfröste nicht zu diesem kritischen Zeitpunkt gegeben hat.

Magnolien

März fing toll an: Die Sternmagnolien M. stellata haben traumhaft duftend geblüht, und hatten mir schon den ganzen Winter die Vorfreude von diesen wunderbar kuscheligen Blütenknospen verschafft. Die nächste Charge ist fast überall vom Frost erwischt worden, aber jetzt geht es wieder weiter.

Magnolia lilliflora ‚Ricky‘ hat schmale Blütenblätter, außen rosa, innen fast weiß, mit einem sehr frischen angenehmen Parfum. M.  ‚Honey Tulip‘ hat große zart creme-gelbe Blüten mit feinem, edlen Duft. Eine besondere neue Sorte, die wir seit einigen Jahren haben ist M. ‚Blue Opal‘. Sie blüht gelb auf, aber die Außenseite der Blütenblätter in der Knospe sind wie mit einem bläulichen Wachs überzogen, so dass sie den Eindruck geben, dass sie blau aufblühen werden. Erst beim Öffnen ändert sich dann die Farbe ins zarte Gelb.

Fliederzeit

Überall hängt den Duft von Flieder in der Luft. Die großen alten Fliedersträucher auf dem Parkplatz begrüßen unsere Kunden, und wenn man, wo es jetzt endlich wärmer wird, durch Berlin fährt, lohnt es sich, mit offenem Fenster zu fahren, weil immer öfter in kleinen Parks und Grünflächen Flieder in größeren Mengen gepflanzt wurden.  Es ist ein Gehölz, was ich schon immer mit großen alten Villen und öffentlichen Parks verbinde, da es ein beliebtes Gehölz war, was im späten 19. und Anfang des 20. Jh. von mehreren Spezialisten gezüchtet wurde. Der bekannteste war der Franzose Viktor Lemoine, dem wir viele gefüllte Sorten zu verdanken haben, wie Syringa ‚Michel Buchner‘, der momentan jeden begrüßt beim Rein- oder Raustreten aus unserem Büro, und wenige Schritte weiter S. ‚Charles Joly‘.  Eine schöne Sorte ist die beliebte, zuverlässige S. ‚Andenken an Ludwig Späth‘ die 1883 in der Späthschen Baumschule hier in Berlin zustande kam.

Rhododendron

Die Rhododendron sind jetzt auch in voller Pracht. Die wenigsten assoziieren diese Pflanze mit Duft, aber wenn die blattverlierenden Rhododendron luteum blühen, führt der Duft mich immer sofort in meine Kindheit zurück, wo wir im Garten mehrere von diesen stark duftenden Sträuchern hatten, die im Herbst eine sensationelle Herbstfärbung bekommen. Es gibt viele Züchtungen, so dass auch diejenigen, die eine Gelballergie haben, sich auf diese Blüten freuen können (allerdings erst schnuppern: nicht alle Hybriden duften so stark!).

Isabelle Van Groeningen

13. Mai 2017

06. Mai 2017 von Isabelle Van Groeningen

The never-ending spring and its positive effect on bulbs

Kategorien: English Blog, Neuigkeiten |

Fritillaria border © Isabelle van Groeningen

Last weekend my hopes were raised that spring had finally sprung: it was sunny, the temperatures were at long last pleasant enough that one could sit outside. It did not last. No sooner was Tuesday there, and we were back to grey, cold, damp weather. Weiterlesen →

29. April 2017 von Gabriella Pape

Ein Garten durch die sieben Jahreszeiten: Frühling

Kategorien: Jahreszeiten, Neuigkeiten |

Grüne Stadtoase © Isabelle van Groeningen

Die beste Basis für eine gute Gestaltung, ist das Potenzial des Genius Loci nicht zu unterschätzen. Als ich im Herbst 2014, durch den Garten, um den es hier gehen soll spazierte, um genau dieses Potenzial zu erfühlen, war mir natürlich noch nicht klar, dass ich in dem Bauherren auch den perfekten Partner gefunden hatte, um meine Bühnenbilder zu verwirklichen. Weiterlesen →

25. April 2017 von Gabriella Pape

Zeit für den Dickmaulrüssler

Kategorien: Jahreszeiten, Neuigkeiten | Schlagwörter: , , , , |

© Isabelle van Groeningen

© Isabelle van Groeningen

Bitte nicht die Geduld verlieren, in wenigen Tagen wird es warm und dann wird hoffentlich der Frühling richtig loslegen, das jedenfalls verspricht mir mein Gefühl.  Dadurch dass wir an der Gartenakademie ein Fototagebuch der Beete führen, kann man genau sehen wie viel Zeit uns diese kalten Ostertage genommen haben. Weiterlesen →

14. April 2017 von Isabelle Van Groeningen

Osterzeit im Garten: Machen Sie sich einen Saisonplan

Kategorien: Jahreszeiten | Schlagwörter: , , , , , , , , , , |

Ausaat nach Mondkalender

Gärtnern mit dem Mond

Nach Maria Thuns Aussaatkalender ist Karfreitag ein schlechter Tag zum Gärtnern. Wenn der Mond und die Sterne das so meinen, soll man einfach zuhören und den Garten sein lassen und ihn einfach genießen. Wir machen in diesem Frühling all unsere Aussaaten nach dem Mondkalender. Weiterlesen →

08. April 2017 von Isabelle Van Groeningen

Spring starts with its clouds of Cherries and Magnolias

Kategorien: Neuigkeiten |

This is probably the very best week in the year for me, where I have been able to watch the landscape around me turn greener by the day. Seeing trees in the landscape with just a light brush of delicious luminous green, interspersed with billowing white clouds of wild cherries. Weiterlesen →

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