Kräuterküche – Vom Garten auf den Tisch

Krause Peterselie © Isabelle van Groeningen

Kräuter – Petersilie

Obwohl in den letzten Jahren Kräuter als Gewürz- und Heilpflanzen eine ungeahnte Renaissance erleben, waren sie schon immer wichtig in unserem Leben. Fast alle unsere traditionellen Gerichte wären ohne Kräuter, frisch oder getrocknet, undenkbar.

Kräuter in der Geschichte

Die Verwendung von Kräutern ist eng mit der Entwicklung der menschlichen Kultur verbunden. Früher wurden Kräuter von kräuterkundigen Frauen und Druiden gesammelt, die ihr Wissen meist mündlich weitergegeben haben. Ab dem Mittelalter wurden Kräuter zunehmend auch in Gärten, wie z. B. in Klostergärten, angebaut. Als Heilpflanze, Gewürzpflanze, Haushaltsmittel, Farbstoff oder Duftpflanze waren sie die Vorläufer unserer Medizin- und Putzmittelschränke. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich diese Kräutergärten von reinen Nutzgärten zu wunderschönen Gartenanlagen, wo viele dieser Pflanzen hauptsächlich wegen ihres dekorativen Wertes statt ihres ökonomischen Nutzens angebaut wurden.

Brauchen Sie eigentlich Kräuter? Gebrauchen sie eigentlich Kräuter? Brauchen sie eigentlich einen Kräutergarten?

Kräuter Kamille © Isabelle van Groeningen

Kamille

Trockenliebende Sonnenanbeter

Nichts ist schöner als Kräuter frisch geerntet aus dem eigene Garten genießen zu können. Auch wenn Sie nur eine Terrasse oder einen kleinen Balkon zur Verfügung haben, überall ist es möglich Kräuter anzubauen. Die meisten Kräuter gedeihen gut in Kübeln, solange der Standort stimmt.

Entscheidend für Geschmack und Lebensdauer ist allerdings der richtige Standort. Bitte achten Sie darauf, dass nicht trockenliebende und eher Feuchtigkeit brauchende zusammen gepflanzt werden. Eine von beiden wird sich nicht wohlfühlen.

Es gibt Kräuter, die Hitze, Trockenheit und vor allem Sonne lieben. Das sind besonders die Mittelmeerkräuter wie Salbei, Thymian, Rosmarin, Lavendel und Weinraute. Diese Kräuter sind häufig auch frostgefährdet und brauchen ein wenig Schutz während kalter Perioden und möchten unbedingt Staunässe vermeiden.

Für frischere Standorte

Dann gibt es die Kräuter für humose und frische Böden. Sie können gut in Mischkulturen im Gartenbeet wachsen. Dazu gehören Kümmel, Fenchel, Borretsch, Ringelblume, Schnittlauch, Bohnenkraut, Sauerampfer, Kerbel, durchaus auch Petersilie. Liebstöckel und Engelwurz brauchen viel Platz und Nährstoffe, sie sollten extra stehen.

Sauerampfer © Isabelle van Groeningen

Sauerampfer

Die invasiven Kräuter

Minzen sind ein eigenes Kapitel. Sie können gut schattiger stehen, mögen es gerne etwas feuchter. Da sie Ausläufer bilden, steht ihnen wohl besser ein eigener Topf oder ein Beet zu. Alternativ sollen Sie sie mit einer kleinen Wurzelsperre, wie einem Pflanztopf oder Eimer von dem der Boden abgeschnitten wurde, einsetzen. Senken Sie den Topf in die Erde, aber lassen Sie bitte zwei Zentimeter vom Rand freistehen, sodass die Ausläufer, die auf die Erdfläche kriechen, nicht weiter vom Topfrand gebremst werden. Eine ähnliche Behandlung sollen Sie der Zitronenmelisse geben. Bei dieser ist es allerdings auch wichtig, sie zur Blütezeit runterzuschneiden, dass sie sich nicht auch noch aussähen kann.

Kräuter als Strukturpflanze

Thymianteppich © Isabelle van Groeningen

Thymianteppich

Einige Kräuter eignen sich auch gut zum Einfassen von Beeten. Ysop, Lavendel und Heiligenkraut sind nur einige Beispiele, brauchen allerdings alle reichlich Sonnenlicht, sodass sie sich schön, gleichmäßig entwickeln können. Besonders schön sind auch duftende Teppiche mit Thymian oder Kamille, allerdings zum Anschauen und nicht um darauf herumzulaufen.

Kamillenteppich © Isabelle van Groeningen

Kamillenteppich

Essbare Blüten

Neben Kräutern und Gemüse sollten auch essbare Blüten auf dem Teller nicht fehlen. Wie oft gesagt wird: „Das Auge isst mit“. Die meisten kennen Hornveilchen, Duftveilchen und Salbei als essbare Blüten. Wer aber weiß, dass die Blüten von den weißen Funkien, die verschiedenen Taglilien, die Blüten von vielen Duftgeranien, Kapuzinerkresse und die meisten Blüten der Kräuter auch essbar sind. Lavendel, Thymian, Schnittlauch, Minze, Borretsch, Dill, Koriander und Basilikum sind einige der Kräuter, die ein Gericht schmücken können.

Haben Sie Spaß am Ausprobieren und Genießen.