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01. Juni 2016 von Gabriella Pape

Kategorien: Neuigkeiten |

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„Die Gartenkultur ist uns eine Herzensangelegenheit, die wir mit unseren Blogbeiträgen von Pflanzen- und Gartendesignexperten mit Ihnen teilen möchten.“

Gabriella Pape

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19. Januar 2019 von Isabelle Van Groeningen

Über Iris ‘Katherine Hodgkin‘ und Alpinenhäuser

Kategorien: Jahreszeiten, Winter | Schlagwörter: , , , |

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Iris 'Katharine Hodgkin' © Isabelle van Groeningen

Iris ‘Katharine Hodgkin’

Heute habe ich auf meinen Schreibtisch eine perfekte, kleine Iris hingestellt: Iris ‘Katharine Hodgkin‘. Nicht nur, dass sie in Detail und Farbe ganz wunderbar ist, sie ist entzückend, da sie schon jetzt in voller Blütenpracht vor mir herum kokettiert. Sie ist eine absolute Nostalgiepflanzen für mich.

Sie ist in den späten Fünfzigerjahren als eine Kreuzung zwischen Iris histrioides und Iris winogradowii entstanden. Dieser seltene, duftende Frühjahrsblüher stammt aus steinigen, subalpinen Wiesen in Transkaukasien und blüht ca. 15 cm hoch, in zartem Schwefelgelb. Iris histrioides oder „Kleine Zwerg-Schwertlilie“ produziert ihre blauen bis violettblauen Blüten im Vorfrühling und wird ca. 10 – 20 cm hoch. Sie stammt aus der Türkei, wo sie in leichten Kiefernwäldern und an Berghängen ab 1.500 m gedeiht. Wie bei vielen, frühblühenden Iriszwiebel, treibt das Laub erst nach der Blüte. Schmale, fast dreieckige Blätter können bis zu 40 cm hoch wachsen.

Aparte Farben

Schreibtischfreude © Isabelle van Groeningen

Schreibtischfreude

‚Katharine Hodgkin‘ hat die frühen Blütengene der kleinen Zwerg-Iris geerbt, farblich hat sie sich jedoch eine ganz eigene Mischung ausgedacht. Ihre drei aufrecht stehenden Domblätter sind weiß, mit sehr feinen, hellblauen Streifen, die wie Adern aussehen. Die Hängeblätter sind eher cremefarbig bis grünlich gelb und haben auch sehr feine blaue Markierungen. Das Ganze macht einen sehr aparten bleu-blau-grün Eindruck, nicht so einfach zu beschreiben ist. Früher fand ich diesen Farbton schwierig, weil er mir nicht frisch genug wirkte. Heutzutage liebe ich diese ungewöhnlichen Farbtöne.

Alpinenhaus

Bis vor wenigen Jahren war diese Iris-Sorte eher selten und noch nicht so weit verbreitet. Sie verursachte immer eine kleine Sensation, wenn eine perfekte Schale voll mit dieser blühenden Schönheit im Alpinenhaus ausgestellt wurde. Es erscheint vielleicht etwas bizarr, ein Gewächshaus speziell für Pflanzen aus höheren Gebirgen zu haben, da sie doch perfekt winterhart sind, aber im späten 19. Jahrhundert war es große Mode für Engländer, in die Alpen in den Urlaub zu fahren. Als Pflanzenliebhaber brachten sie diese außergewöhnlichen, kompakt wachsenden Pflanzen und Saatgut mit nach Hause. Die kühlen, feuchten, englischen Sommer und milde Winter bereiteten allerdings vielen dieser Pflanzen große Probleme. Statt zu erfrieren, was hier meistens die Sorge ist, faulten sie schnell weg. Daher haben die Briten sich luftige Gewächshäuser gebaut, die gut ventiliert sind, die Regen fern halten und eine gute Luftzirkulation erlauben, damit sie während der heißen Sommermonate möglichst kühl stehen und die Pflanzen, die daran gewöhnt sind, viele Monate unter eine isolierenden Schneedecke trocken zu leben, in Windeseile nach der Schneeschmelz loslegen. Oft wachsen die Wurzeln tief zwischen die Steinspalten und sind in den Sommermonaten heiß und trocken. Wind und Wetter, in Kombination mit einer kurzen Wachstumsperiode, halten dabei die Pflanze kurz und kompakt.

Wechselendes Blumendisplay

Alpinenhaus Wisley © Isabelle van Groeningen

Alpinenhaus Wisley

Obwohl in den meisten Alpinenhäusern ein Teil der Pflanzen permanent ausgepflanzt ist, gibt es auch fast immer einen Bereich, wo Pflanzen in Kübeln oder Schalen, in voller Blüte ausgestellt werden. Oft leben diese Pflanzen in Frühbeeten, wo die Glasabdeckung den Regen fernhält. Dieser leichte Schutz hilft, damit die kleinen Zwiebeln und frühen Stauden wie Primeln, frühzeitig austreiben. Genau das macht diese Alpinenhäuser um diese Jahreszeit immer zu einem wahren Genuss. Egal wie eklig es draußen noch ist, hier tanzt der Frühling schon mit delikaten, farbenfrohen Miniaturpflanzen. Mitte März war ich als 17-Jährige zum großen Interview im Botanischen Garten von Kew eingeladen um mich für einen der begehrten Studienplätze zu bewerben. Ich werde den Anblick des Alpinenhauses an diesem Tag nie vergessen. Später als Student dort und auch im Garten von Wisley habe ich meine Zeit in diesen Häusern geliebt. Die Kombination dieser großen Vielfalt an Blüten, deren bezaubernde, kompakte Wuchsform und die Tatsache, das dann auch noch auf Nasenhöhe zu haben, sodass man die Details gut beobachten kann, war ein wahrer Genuss. Gewisse Pflanzen transportieren meine Gedanken immer sofort zurück in diese aufregende Zeit der Entdeckung. Iris ‘Katherine Hodgkin’ ist eine davon.

Gönnen Sie sich die Zeit in den kommenden Wochen und Monaten, um diese Zwerg-Iris aus der Nähe zu betrachten. Ihre Gestaltung ist zauberhaft.

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12. Januar 2019 von Isabelle Van Groeningen

Frühling gesichtet!

Kategorien: Frühling, Jahreszeiten, Zwiebeln | Schlagwörter: , , |

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Anemone blanda - Farben für den Frühling © Isabelle van Groeningen

Anemone blanda

Ich hoffe, Sie konnten das neue Jahr friedlich, glücklich und gesund anfangen und ich wünsche Ihnen, dass es für die nächste 12 Monate so weiter gehen kann.

Am Dienstag hat die Gartenakademie nach einer kurzen Winterpause ihre Tore wieder geöffnet und auch ich war zum ersten Mal dieses Jahr wieder da. Unsere Chefgärtnerin Thea Carlin hatte schon früh morgens ihren ersten Großmarktbesuch des Jahres getätigt. Der ist inzwischen alte Tradition geworden: kaum sind die letzte Weihnachtssachen weggeräumt, heißen wir die ersten Frühjahrsblüher willkommen. Weiterlesen →

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22. Dezember 2018 von Isabelle Van Groeningen

Liebe Gartenfreunde,

Kategorien: Winter | Schlagwörter: , , |

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Weihnachtsbaum in der Königlichen Gartenakademie © Isabelle van Groeningen

Weihnachtsbaum in der Königlichen Gartenakademie

… jetzt ist erstmal Zeit, um den Garten ruhen zulassen und sich auf die Abschlussarbeiten zum Jahresende zu konzentrieren. Damit meine ich nicht, dass Sie Ihre Buchhaltung erledigen sollen, sondern den Winteranfang zu zelebrieren, die Tagesverlängerung zu feiern, Weihnachten zu genießen und gut ins neue Jahr hineinzurutschen, egal wo, oder mit wem Sie sich vorgenommen haben, dies zu tun. Weiterlesen →

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15. Dezember 2018 von Isabelle Van Groeningen

Die neue Saison planen

Kategorien: Neuigkeiten |

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Geranium 'Jolly Bee' © Isabelle van Groeningen

Geranium ‘Jolly Bee’

Während draußen die Verkaufsfläche der Bäume, Sträucher, Rosen und Stauden geräumt wurde, um Platz zu machen für den jährlichen Weihnachtsbaumverkauf und drinnen die Kunden sich durch den Mittelgang schieben, um ihre Geschenke zu kaufen, sitzen Thea und ich am Schreibtisch mit unserem Kopf bereits im nächsten Sommer. Wir bereiten unsere Staudenbestellungen für das Frühjahr vor. Weiterlesen →

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08. Dezember 2018 von Isabelle Van Groeningen

Von Tageslicht und Pflanzen, die mehr davon brauchen

Kategorien: Jahreszeiten, Probleme und Sorgen, Winter | Schlagwörter: , , |

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Zilinderputser - Tageslicht © Isabelle van Groeningen

Zilinderputser

Tageslicht

Die Jahreszeit, in der ich ungeduldig die Tage zähle, ist wieder da. In zwei Wochen ist es dann soweit: die Wintersonnenwende hat dann wieder stattgefunden. Obwohl wir erst Mitte Januar anfangen den Unterschied zu merken, ist das Wissen mir sehr wichtig. Die Zeit der Hoffnung und der Vorfreude auf die neue Saison und das neue Leben, die Zeit wo morgens die Vögel früher und früher aufwachen, ist halt sehr kostbar. Weiterlesen →

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01. Dezember 2018 von Isabelle Van Groeningen

Form and Formality: positive developments in the wake of the box problems

Kategorien: English Blog, Gärten, Probleme und Sorgen | Schlagwörter: , , , |

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Fastigiate Hornbeam with Yew topiary © Isabelle van Groeningen

Fastigiate Hornbeam with Yew topiary

Since quite a few years we have known that the fungal infection that causes Box Blight paired with the caterpillar that is rapidly spreading across northern Europe, would put a stop to the widespread use of box in our gardens. We have stopped planting box in our design projects about six years ago. Where substantial old plantings were present, we have retained them, but have not added more to it.

Nurseries are producing interesting box-alternatives

We are permanently looking for suitable (hardy) alternatives to use as hedging but we are also on the lookout for plants that will work well as formal structural elements. Two members of our garden team went off on their annual nursery tour last week, looking out special trees and shrubs for next season. They excitedly reported back on their finds. As always, they were successful and found some interesting new things. It is encouraging to see how many growers are experimenting with alternative plants that can be shaped into formal shapes like balls, drops, pyramids, columnar spires, as well as espaliers, arches and multi-stemmed cloud-pruned trees.

Alternatives to Yew and Box

For centuries Yew and Box have been widely used to create formally trimmed shapes. They are indeed wonderful as they allow themselves to be clipped into razor-sharp shapes, which is wonderful but can also look quite severe, especially on wet, dull wintery days. The slightly more diffuse outlines of non-evergreen plants often create a more relaxed impression.

Malus 'Evereste' in winter © Isabelle van Groeningen

Malus ‘Evereste’ in winter

So many flowering trees and shrubs can be manipulated into formal structural elements, creating great shapes whilst offering valuable flower, fruit and even autumn colour. These seasonal highlights create a much more dynamic feeling in the garden. Particularly in smaller gardens where each plant has to work hard in order to deserve its space, these added touches can make a lot of difference.

Beech (Fagus sylvatica) and Hornbeam (Carpinus betulus)

 

Carpinus betulus 'Fastigiata' © Isabelle van Groeningen

Carpinus betulus ‘Fastigiata’

The coppery winter leaves of beech have long been used in gardens, as they create a wonderful contrast with evergreen elements on bright sunny winter days. This in my opinion makes Beech much more valuable than Hornbeam, as they turn a dull brown colour in winter, though both can be pruned into any shape or form you can possibly wish for. By the entrance to the Garden Academy we have four elegant slender columns of the Fastigiate Hornbeam that frame the radiating path system.

Crab Apples (Malus cultivars) and Decorative Pears (Pyrus cultivars)

Box alternatives - Pyrus salicifolia-Bury Court © Isabelle van Groeningen

Pyrus salicifolia-Bury Court

I love the decorative apples: they are versatile, flower beautifully, are scented and valuable bee plants. In autumn their yellow, orange, red to dark red fruits in varying sizes are most attractive. Malus ‘Evereste’ is my personal favourite, as it keeps its fruits for such a long time with us. We have them as tall espaliers and as a small tree clipped into a ball. They also come ball-shaped without stem.  The same goes for the pears. Piet Oudolf has used the silver-leafed Pyrus salicifolius as columns originally in his nursery, later also at Bury Court to make a rotunda. This pear, as well as Pyrus ‘Chanticleer’ can also be trimmed into great arches that are a wonderful way or substituting a pergola.

Magnolia screens

Despite their seemingly stiff and characterful habit, Magnolias allow themselves to be trained into an espalier. Magnolia x loebneri ‘Merrill’ makes a stunning flowering screen in spring.

Enkianthus perulatus

Box alternatives - Enkianthus perulatus © Isabelle van Groeningen

Enkianthus perulatus

Enkianthus is one of the most delightful woody plants belonging to the ericaceous plant family. Like almost all members of this family, to which rhododendron and heathers also belong, they prefer a light, acidic soil and lots of organic matter. The, fine twigs, with their white bell-shaped flowers that appear before the leaves in spring, will form dense domes. In autumn the foliage turns to most vibrant shades of orange, red, magenta and purple.

 

Berberis thunbergii and Cotoneaster microphyllus

Both Berberis and Cotoneaster have developed a rather negative image. A popular plant for public spaces, they were unlovingly used and abused by many landscape architects because they are robust and uncomplicated to maintain. The prickliness of Berberis makes it an ideal plant if you want to stop people from walking through- or vandalizing a planting. Berberis can be clipped with razor-sharp precision and the added benefit of producing bright yellow-orange flowers followed by small red fruits and good autumn colour. Cotoneaster lends itself to more informal, undulating shapes, is evergreen and is decorated with numerous small white flowers and red berries.

The future is bright

Although I too miss using box, as for certain things it is an unbeatable plant. But I am excited to see the much wider range of plants coming into play, bringing much more colour and seasonal variety into our gardens and making them a richer feeding ground for birds, insects and other garden inhabitants.

Liquidambar styraciflua © Isabelle van Groeningen

Liquidambar styraciflua

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24. November 2018 von Isabelle Van Groeningen

Wenn Gärten erwachsen werden

Kategorien: Gärten, Jahreszeiten, Stauden | Schlagwörter: , , , , |

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Kleinod / Gärten © Isabelle van Groeningen

Ich war diese Woche mal wieder zu Besuch bei einer Kundin, deren Garten wir vor sieben Jahren angelegt haben. Ich liebe es, Gärten zu beobachten, wie sie durch unterschiedliche Phasen der Entwicklung gehen. Weiterlesen →

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