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01. Juni 2016 von Gabriella Pape

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„Die Gartenkultur ist uns eine Herzensangelegenheit, die wir mit unseren Blogbeiträgen von Pflanzen- und Gartendesignexperten mit Ihnen teilen möchten.“

Gabriella Pape

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16. März 2019 von Isabelle Van Groeningen

Der Kitchen Garden von West Dean – Englands berühmtester Küchengarten

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Traumjob © Isabelle van GroeningenTraumjob © Isabelle van Groeningen

Traumjob

Ich habe es geschafft! Seit letztem Sommer, als zwei alte Freunde mir erzählten, dass sie Ende März 2019 in Rente gehen, wollte ich unbedingt ihren Arbeitsplatz nochmal besuchen, bevor sie ihn verlassen. Ich weiß, es erscheint Ihnen vielleicht ein etwas ungewöhnliches Bedürfnis. Aber wenn Sie den Garten kennen würden, den diese beiden erstklassigen Gärtner verlassen, möchten Sie bestimmt auch gleich hin.

Jim Buckland und Sarah Wain

West Dean House © Isabelle van Groeningen

West Dean House

Nach mehreren Jahren der Zusammenarbeit mit seiner australischen Frau in unterschiedlichen Gärten, bekam Jim Buckland 1991 die Position als Head Gardener in West Dean. Noch im gleichen Jahr wurde auch Sarah Wain als Verantwortliche für den Walled Kitchen Garden – den ummauerten Küchengarten angestellt. Zusammen mit dem Gärtnerteam haben die beiden es geschafft, die Fläche, die jahrelang als Gartencenter verpachtet war, zu restaurieren und ihm wieder zu seiner Pracht aus dem späten 19. Jahrhundert verholfen. Alle Gewächshäuser und Frühbeete wurden liebevoll repariert, Instand gesetzt und werden seitdem wieder für ihren ursprünglichen Zweck eingesetzt. So sind die 13 Häuser und mehrere Frühbeete, die je nach Pflanze die sich dort wohlfühlen sollte, unterschiedlich gebaut waren, wieder gefüllt.

Der Küchengarten

 

Es ist nicht nur ein Gemüsegarten. Die drei Bereiche sind aufgeteilt in Gemüse, Obst und Gewächshäuser. Jedes Gutshaus hatte so einen Gartenbereich. Hier wurde all das Obst und Gemüse für das Gutshaus produziert, aber auch die Zimmerpflanzen- und die Blumendekoration für das Haus kamen von hier. Auch die Produktion und Vermehrung der Pflanzen für den Rest des Gartens wurde von diesem geschützten, mit Mauern umgebenen Gartenbereich versorgt. Die Mauern haben drei Zwecke. Sie schaffen ein geschütztes Mikroklima, damit sich der Boden schneller erwärmt, sodass Pflanzen schneller wachsen und früher blühen. Unerwünschte Besucher wie Rehe, Hasen und Kaninchen sind leicht auszuschließen. Das ganze Mauerwerk bietet sich an, um schönste Obstspaliere zu haben, die an diesen warmen Stellen, an den aufgeheizten Mauern, noch früher anfangen zu blühen.

Die Gewächshäuser

Farnhaus © Isabelle van Groeningen

Farnhaus

Es gibt ein warmes, feuchtes Orchideenhaus, ein etwas kühleres Farnhaus in Richtung Norden gerichtet, ein doppeltes Haus mit weiteren Zimmerpflanzen wie Begonien mit besonderen Blattformen und Drehfrucht oder Streptocarpus, die in viktorianischen Zeiten gerne benutzt wurden, um die Zimmer im Haus zu dekorieren. Um diese Jahreszeit steht das Pfirsichhaus in voller Blüte, während im Nachbarhaus der Wein, rigoros geschnitten, noch im Winterschlaf ist. Das Saatgut für die Chilis im Chillihaus wurde gerade vor einigen Wochen ausgesät. Die Häuser werden in einem Vierjahreszyklus auf Trab gehalten, damit das Ensemble immer strahlend frisch ist.

Das Gemüse

Chlli Haus © Isabelle van Groeningen

Chlli Haus

Noch war es bei meinem Besuch Ende Februar zu früh für die Gemüsebeete. Die Jungpflanzen lauerten noch unter Glas, die Erde war noch zu kalt für die erste Aussaat. Der große Vorteil daran ist, dass man sich um diese Jahreszeit viel besser auf das Obst konzentrieren kann, welches im Sommer etwas im Hintergrund verschwindet. Im Sommer sind die Beete mit allem was ein Gemüsegarten hergeben kann gefüllt. Hier wachsen verschiedenste Kohlsorten, Salate, Möhren, Zwiebeln und deren Verwandte und vieles mehr. Besonders die Tomaten sind mit einer riesigen Vielfalt repräsentiert. Jeden Sommer findet das Tomatenfestival statt. Ähnlich gibt es jeden August das Chili Festival. Die Chilipflanzen werden, wie die Auberginen auch, in einem der Gewächshäuser gehalten – sie sind für das englische Wetter nicht so geeignet.

Das Obst

Obst Wiese © Isabelle van Groeningen

Obst Wiese

Das südliche Viertel hat eine große Streuobstwiese und am Rand wunderbar in Form geschnittene Obstbäume. In der Ecke dieses Gartens steht das Obstlager – ein bezauberndes Gebäude, aus dem lokalen Feuerstein gebaut. Hier wurden die Äpfel gelagert. Alle Mauern, die nicht mit Gewächshäusern bekleidet sind, sind mit irgendwelchen Spalieren in unterschiedlichsten Formen bewachsen. Von Pfirsichen bis hin zur Sauerkirsche, Äpfel und Birnen. Die eine schöner und perfekter als die andere.

Harold Peto

Wir haben diesen schönen Küchengarten Harold Peto bei Wikipedia zu verdanken. Dieser englische Architekt, hat am Ende des 19. Jahrhunderts mehrere traumhafte Gärten gestaltet und auch diesen Küchengarten und die spektakuläre Pergola, die nördlich des Hauses liegt. Beides sind tolle Beispiele für seine großartigen gestalterischen Fähigkeiten. Stark beeinflusst von der italienischen Gartenkunst, haben all seine Gärten ein italienisches Flair.

 

West Dean

Obstlager © Isabelle van Groeningen

Obstlager

Der letzte Besitzer, Edward James, hat das Gut 1964 der Edward James Foundation gestiftet. Anfang der Siebzigerjahre entstand die Schule für Kunst und Restauration. Der Garten und der schöne Park nisteten sich um das historische Anwesen. Der Garten wurde in den letzten 28 Jahren von Jim und Sarah wiederbelebt und instandgesetzt So kann der Besucher nicht nur den Küchengarten besuchen, sondern auch einen schönen Spaziergang durch den Rest des Anwesens machen. Es lohnt sich! Auch wenn die zwei Protagonisten nicht mehr da sein werden – ein guter Nachfolger wartet schon hinter den Kulissen.

Parklandschaft © Isabelle van Groeningen

Parklandschaft

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09. März 2019 von Isabelle Van Groeningen

It is spring, or is it?  

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Bee coming in to lanf - spring © Isabelle van Groeningen

Bee coming in to lanf

On the 1st March the meteorological spring has started. As a gardener I am a firm believer in the influence of the sun and the moon on life cycles and therefore tend to ignore this date and await in eager anticipation the spring equinox when the sun is exactly over the equatorial line.  This year this is due to happen on the 20th March. On that day the entire planet will enjoy about equal day-night lengths, regardless of whether you are in the northern hemisphere or the southern one. The word equinox is derived from the Latin words Aequus (equal) and Nox (night).

Early spring

In the meantime we are enjoying that what the famous German nurseryman Karl Foerster called Vorfrühling, literally translated as pre-spring. Those wonderful early spring days where you can enjoy one plant after another waking up, stretching itself and getting about its business of growing and flowering. From potatoes being chitted on a windowsill (allowing them to start sprouting before planting) to magnolias on the verge of bursting into flower.

The first flowers

Rhododendron 'Olive' - spring © Isabelle van Groeningen

Rhododendron ‘Olive’

During a visit to England last week three were already many signs of spring visible. Despite rain, the newly-born lambs were already out in the field. The last of the snowdrops were still out, whilst the wild daffodils started to flower. In the hedgerows clouds of white blossom of the sloes mirrored the clouds in the sky, whilst the soft yellow tassels of the hazels already started to turn brown as they faded. Stunning in the wider landscape were the willows. In the gardens, the sweet-scented violets, hellebores and daffodils were all coming into flower, and the shy but bee-friendly carpets of lungwort, Pulmonaria officinalis ‘Sissinghurst White’ were braving the blustery weather. The first rhododendrons were out, ‘Olive’ almost finished whilst Daphnes spread their delicious scent.

Colourful bark

Winter Garden at Hillier Arboretum - spring © Isabelle van Groeningen

Winter Garden at Hillier Arboretum

In the Winter Garden at the Hillier Arboretum the willows joined the dogwoods in the wintery, fiery glow. Yellow Salix alba var. vitellina ‘Yelverton’ and peachy-red Cornus sanguinea ‘Winter Beauty’ interspersed with some Himalayan Birches are stunning, and make you realise it does not have to be a flower that brings colour into your garden. Equally beautiful are the more yellow Salix alba ‘Britzensis’ and the not so well known Cornus sanguinea ‘Amy’s Winter Orange’ with a more glowing colour than C. ‘Winter Beauty’. Not only the white-stemmed birches are beautiful in this season. Betula albo-sinensis ‘Bowling green’ with its strongly flaking bark is beautiful in the low sunlight, and one of the ornamental cherries has a beautiful red bark Prunus serula.

Cornus sanguinea 'Anny's Winter Orange' - spring © Isabelle van Groeningen

Cornus sanguinea ‘Anny’s Winter Orange’

Returning to Berlin was nice, as here too spring has sprung and you can see and feel the urgency with which all plants are looking forward to the new season. Let is commence – I am ready for it!

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02. März 2019 von Isabelle Van Groeningen

Diese Woche fastet unser Blog …

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Crocus sativus © Isabelle van Groeningen

… ich bin verreist, nächste Woche geht es weiter.

Ihnen wünsche ich ein schönes Wochenende, ob Sie es nun närrisch oder im Garten verbringen!

Ihre Isabelle Van Groeningen

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23. Februar 2019 von Isabelle Van Groeningen

Nachhaltigkeit

Kategorien: Die Gartenakademie | Schlagwörter: , , , |

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Marienkäfer - Nachhaltigkeit © Isabelle van Groeningen

In England haben wir damals ein sehr umweltfreundliches Leben leben können. Fünf Windmühlen einer lokalen Kooperative versorgten das Dorf mit Strom, auf dem Tisch gab es köstliches regionales und saisonales Essen von Biobauern und das Recyclingsystem der lokalen Behörde funktionierte reibungslos. Unsere Mitarbeiter wohnten in der Gegend und kamen auch fast alle zu Fuß ins Büro oder hatten nur eine kurze Anfahrt.

Nachhaltigkeit in der Stadt

Bei der Umstellung auf das Berliner Leben ging es nicht nur um die Umstellung vom ruhigen Landleben auf hektisches Stadtleben, es ging dabei auch darum woher mein Strom kommt, wie ich an lokale Biomöhren komme oder wie toll funktioniert das Recycling System der BSR. Unser kleiner Betrieb ist inzwischen ein recht großes, sehr vielseitiges Unternehmen geworden. Diese Vielseitigkeit macht es etwas komplizierter so grün zu sein, wie wir es haben möchten. Aber peu à peu schaffen wir es grüner zu werden. Die Auswahl der Produkte und wo sie herkommen, wie sie hergestellt werden, wie sie verpackt und transportiert werden, das sind alles Bereiche, in denen vieles umweltfreundlicher werden kann, ohne Kompromisse in Qualität und Vielfältigkeit einzugehen.

Materialien und Herkunft

In unserer Gartengestaltung ist es immer unser Ziel gewesen, Materialien zu verwenden, die uns kein schlechtes Gewissen geben. Kein Tropenholz, auch nicht aus „Plantagen“ (die Zertifikation ist meistens unzuverlässig) und Pflastersteine aus Europa, die nicht in den Fingern von asiatischen Kindern gewesen sind. Auch an der Gartenakademie haben wir unsere Wege aus unterschiedlichen Natursteinen, Klinkern und Betonsteinen, die bis auf einen aus Belgien und einen aus Italien, alle deutscher Herkunft sind.

Obwohl wir mehrere lokale Lieferanten haben, kommen auch unsere Waren teils von weiter her, damit die Vielfalt und Qualität garantiert ist. Wo es möglich ist, suchen wir deutsche Betriebe. Für das Glashaus sind wir immer auf der Suche nach kleinen Manufakturen, die traditionelle Produkte herstellen. Diese Woche war ich zu Besuch in einer Gärtnerei, die uns regelmäßig beliefert. Es ist immer schön, diese Betriebe zu sehen, die Pflanzenqualität überprüfen zu können und sich generell über Neues zu informieren. Toll ist es, zu sehen wie auch diese Firma (wie viele andere auch) immer grüner wird. Dank natürlicher Pflanzenstärkungsmittel und guter Pflege sind die Pflanzen kräftig und gesund und es werden weniger Pestizide gebraucht. Statt Herbiziden werden Unkräuter mit kochendem Wasser entsorgt (ja, dafür gibt es Maschinen!). Die Topferde enthält inzwischen weniger als 50 % Torf und mineralische Düngemittel.

Staudenproduktion © Isabelle van Groeningen

Staudenproduktion

Auch auf unserem Gelände wird eine Heißwassermaschine gegen Unkraut eingesetzt und unsere Pflanzen werden mit Pflanzenstärkungsmitteln behandelt – Biologische Pflanzenschutzmittel und Nützlinge, damit der Verbrauch von Pestiziden gering ist. Der Rasen hat den letzten Sommer trotz starker Strapazierung durch die vielen Besucherfüße und das trockene Wetter erstaunlich gut überstanden. Die Buxushecken sind, trotz drohenden Pilzbefalls und Zünslerattacken, gut durch den Sommer gekommen. Das Staudenbeet wurde noch nie mit irgendwelchen Pflanzenschutzmitteln behandelt.

Verpackung

Seit einigen Jahren haben wir keine Plastiktüten mehr. Wir versuchen, unsere Verpackungs- und Transportmittel so umzustellen, dass immer weniger Plastikmüll entsteht. So werden zum Beispiel die Zwiebeln in Kartons geliefert statt in Plastikkisten, die Pflanzen auf austauschbaren Wagen. Wir sind froh, dass mehrere unserer Lieferanten inzwischen auch auf Töpfe aus recyceltem Plastik umstellen oder Kunststoff verwenden, der nicht schwarz ist, da schwarz von den meisten Müllsortiermaschinen nicht erkannt wird.

Im Café gibt es nur noch gläserne Strohhalme und die Küche kauft Obst und Gemüse direkt vom Großmarkt, damit wesentlich weniger Plastikmüll entsteht. Hiermit ist das Menüangebot auch saisonaler geworden, was auch sehr schön ist.

Es gibt noch vieles mehr was wir tun können und sollen. Wir sind noch ein weites Stück entfernt von da, wo wir sein möchten. Aber wenn wir jedes Jahr ein, zwei oder sogar drei Schritte weiterkommen, können wir mit gutem Gewissen weitermachen. Wir bleiben dran!

Unkrautbekämpfung mit Heißwasser © Isabelle van Groeningen

Unkrautbekämpfung mit Heißwasser – Nachhaltigkeit, wir bleiben dran!

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16. Februar 2019 von Isabelle Van Groeningen

Frühjahrsputz

Kategorien: Frühling, Jahreszeiten, Neuigkeiten, Stauden, Übers Gärtnern | Schlagwörter: , , , |

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Aquilegia 'Mrs M Nicholls' - Frühjahrsputz © Isabelle van Groeningen

Aquilegia ‘Mrs M Nicholls’

Diesen Sonntag habe ich frei. Aber nicht nur das, ich bin auch endlich mal Zuhause und das ist auch gut so, weil es kribbelt. Es kribbelt in den Fingerspitzen, um mein Gärtchen aus seinem Winterschlaf wach zu kitzeln. Bei diesen milden Temperaturen und den wärmenden Sonnenstrahlen haben die Alpenveilchen und auch die ersten Leberblümchen angefangen zu blühen. Auch die Blütenblätter der Schneeglöckchen strecken sich weit. Weiterlesen →

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09. Februar 2019 von Isabelle Van Groeningen

Langanhaltende Wintersilhouetten für die Staudenbeete

Kategorien: Jahreszeiten, Neuigkeiten, Winter |

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Stauden Wintersilhouetten - Dipsacus fullonum © Isabelle van Groeningen

Dipsacus fullonum

Um diese Jahreszeit ändert sich das Winterbild im Staudenbeet langsam. Während sich die ersten Zwiebelnasen vorsichtig zeigen, reduzieren sich peu-a-peu die vielen Stauden-Skelette, die im Herbst stehen bleiben dürfen. Eins nach dem anderen kollabiert oder bricht ab, wodurch das schöne Bild zerstört wird. Einige sind aber recht hartnäckig und bleiben bis zum Ende stehen. Weiterlesen →

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02. Februar 2019 von Isabelle Van Groeningen

Ein Jahreskalender mit duftenden Gehölzen

Kategorien: Jahreszeiten, Neuigkeiten | Schlagwörter: , , , |

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Magnolia stellata knospe © Isabelle van Groeningen

Magnolia stellata knospe

Während Freunde aus milderen Ecken Europas berichten, dass sie von Mimosenblüten in ihren Hecken umgeben sind, genieße ich deren besonderes Parfum in einem Blumenstrauß und mache das Beste aus den frühen Sonnenstrahlen, die versuchen, die Berliner Luft über null Grad zu halten. Einen Rundgang bei schönstem, sonnigem Wetter, begleitet von aufgeregtem Vogelgezwitscher, ist eine wahre Freude. Weiterlesen →

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