Die Pflanze im Spotlight: Gartenaurikel - Primula auricula | Das Journal

Die Pflanze im Spotlight: Gartenaurikel – Primula auricula

24. Februar 2018 von Isabelle Van Groeningen
Kategorien: Pflanze im Spotlight, Pflanzen | Schlagwörter: , , |

Beitrag Drucken
Gartenaurikel - Primula Auricula

Primula Auricula – Gartenaurikel

Gattung der Gartenaurikel: Primula

Standort: Lichter Schatten, Halbschatten

Kulturerde im Garten: neutral bis leicht kalkig, frischer bis humoser Boden, gut durchlässig.

Kulturerde für Gefäße: Ein Teil handelsübliches Gartensubstrat, ein Teil Bimskies oder grober Kies, ein Teil kalkige Lehmerde, etwas Bentonit. Wichtig: auf gute Durchlüftung und Drainage achten.

Pflegehinweis: Einmal jährlich im Juni/ Juli oder im Oktober umtopfen. Im Frühjahr, während der Entwicklung der Blütenknospen alle zwei Wochen mit flüssigem Kalidünger düngen. Gelbe Blätter entfernen.

Gießen: März bis Juni: feucht halten, Staunässe vermeiden. Juli bis August: mäßig feucht, fast trocken halten. September bis Oktober: feucht halten. November bis Februar: fast trocken halten.

Düngung: im Februar/ März bei Wachstumsbeginn und im September/ Oktober zur Winterstärkung.

Vermehrung: um Sortenechtheit durch Ableger im Juni/ Juli oder im Oktober/ November bei wichtigen Sorten zu garantieren. Sonst als Aussaat von Januar bis Mai in sandiger durchlässiger Erde.

Schädlinge: Dickmaulrüsslerlarven, die im Winter die Wurzel fressen, Schnecken, Läuse, rote Spinne.

Die Gartenaurikel gehört zu den ältesten in Kultur befindlichen Primeln. Gartenaurikeln sind Kreuzungen zwischen Primula auricula und P. hirsuta. Seit dem 16. Jh. faszinieren diese sehr dekorativen, fein-duftenden Blüten europäische Pflanzensammler.

Beitrag Drucken

Auch interessant:

Isabelle Van Groeningen

Über Isabelle Van Groeningen

Dr. Isabelle Van Groeningen – Zur Person Isabelle Van Groeningen ist eine international anerkannte Gartenhistorikerin, -designerin und –beraterin, die ihre langjährige Erfahrung in diesen Bereichen sowohl durch Vorlesungen und Vorträge als auch durch schriftliche Beiträge in der Fachliteratur weitergibt. 1983 übersiedelte sie von ihrem Geburtsland Belgien nach England, um Horticulture an den Royal Botanic Gardens Kew zu studieren. Nach erfolgreichem Abschluss mit dem „Kew Diploma in Horticulture“ fertigte sie ihre Doktorarbeit im Fach historische Garten- und Landschaftsrestaurierung an der York University an. Ihr besonderes Interesse gilt der Anordnung von Stauden im Garten, von der traditionellen englischen Staudenrabatte bis hin zur lockereren ökologisch-orientierten Pflanzweise, wie sie in Deutschland und den Niederlanden praktiziert wird. Gartendesign 1992 gründete Isabelle Van Groeningen zusammen mit Gabriella Pape die Firma Land Art Ltd., deren Projekte seit Anbeginn einen weiten Bereich abdecken und sich – je nach Auftraggeber und Situation – mit historischen ebenso wie modernen Gartenanlagen befassen. Im Jahre 2000 gewann Land Art Ltd. bei der Hampton Court Flower Show eine Goldmedaille und die „Best in show“-Auszeichnung für den bis dahin größten Schaugarten mit dem Titel „Go Organic“. Dazu kam 2007 die zweithöchste Auszeichnung, eine „Silver Gilt“–Medaille, bei der weltberühmten Chelsea Flower Show für einen im Auftrag des Daily Telegraph geschaffenen Schaugarten: ein von Karl Foersters Senkgarten in Bornim bei Potsdam inspirierter Garten. Isabelle Van Groeningen hat sich schon frühzeitig dem biologischen Gärtnern verschrieben und sich zum Ziel gesetzt, umweltfreundliche Gärten schaffen. Dabei ist zum Beispiel der sparsame Umgang mit Wasser ein wichtiger Faktor sowohl bei der Gesamtgestaltung des Gartens als auch bei der Auswahl der Pflanzen.