Unser neues Staudenbeet – ein Update

Correopsis verticillata 'Moonbeam' im Staudenbeet © Isabelle van Groeningen

Correopsis verticillata ‘Moonbeam’ im Staundenbeet

Mein gestriger Spaziergang entlang unserer Staudenbeete, hat mich dazu bewegt, Ihnen ein Update über unsere Gelbtransformation zu schicken. Ich hatte im Frühjahr schon berichtet, dass wir unser Staudenbeet nach zehn Jahren ein wenig durch das Wechseln der Farbkombinationen ändern wollen. Obwohl die neue Bepflanzung ihr Potential noch nicht erreicht hat, habe ich schon jetzt einige weitere Änderungen notiert.

Staudenbeet Ende August © Isabelle van Groeningen

Staudenbeet Ende August

Das Beet sieht wieder toll aus. Zum Sommeranfang war es leider nicht so. Das frühe Sommerwetter hat alle Stauden und auch die Rosen viel früher zum Blühen gebracht. In Kombination mit der gnadenlosen Hitze war alles frühzeitig erschöpft (nicht nur die Pflanzen, auch unsere armen Gärtner und die Kunden). Wöchentliches Gießen hat geholfen und jetzt sieht alles wieder viel besser aus.

Frühsommergelb

Cephalaria gigantea © Isabelle van Groeningen

Cephalaria gigantea

Der Anfang war eher bescheiden. Mehrere der Frühsommerblüher, wie Taglilien, brauchen noch ein oder zwei Saisons bevor sie sich echt bemerkbar machen. Der Riesen Schuppenkopf Cephalaria Gigantea fällt trotz 1,80 m Höhe nicht sehr stark auf. Obwohl dieser eine riesige Pflanze ist, bleibt das Laub auf ca. 1 m Höhe. Am Ende der langen, schlanken Blütenstiele, befinden sich die Scabiosa-ähnlichen, schwefelgelben Blüten. Dieses Jahr waren sie schon toll, nächstes Jahr werden sie noch besser! Ab nächstem Jahr erwarte ich, dass Euphorbia seguieriana ssp niciciana oder Steppen-Wolfsmilch, die ich am Rand des Beetes gesetzt habe, mehr Fülle haben wird und damit ihren frischen, grüngelben Farbakzent punktuell am Beetrand setzt. Diese Pflanze ist sehr trockenheitsverträglich und blüht lange über den Sommer. Aber auch verblüht ist sie noch attraktiv, wie das bei Wolfsmilch Pflanzen oft der Fall ist.

Steppen-Wolfsmilch mit Geranium 'Rozanne' © Isabelle van Groeningen

Steppen-Wolfsmilch mit Geranium ‘Rozanne’

Hochsommerbeet

Coreopsis verticillata ‘Moonbeam‘ ist noch ein sommerlicher Beetrand-Blüher der Lücken füllt, während die Katzenminze sich vom radikalen Rückschnitt erholt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es ein wenig schwierig sein kann, dieses schwefelgelbe Mädchenauge zu etablieren. Aufgeben möchte ich aber noch nicht, denn die Farbe und das feine Laub sind sehr attraktiv. Mein erster Versuch, mich an Fackellilien zu trauen, war nicht schlecht. Die großen, dicken, roten habe ich früher immer gehasst. Es gab davon einen riesigen Klumpen in unserem Garten in England, den wir als allererstes ausgebuddelt und auf dem Komposthaufen entsorgt haben. Hier wuchs er fröhlich weiter und hat uns noch lange Zeit verfolgt. Seit einigen Jahren gibt es ein größeres Angebot kleinerer Sorten, mit feineren Blüten und eigentlich interessanten Farben. Kniphofia uvaria ‘Lemon Popsicle’, hat seinen Einzug dank des frischen Gelbs ins Beet geschafft. Ich war zu schüchtern und habe nur eine einzige gepflanzt. Ich brauche mehr. Die schlanke, vertikale Linie ist genau das Richtige.

Spätsommerbeet

Cosmos Molinia und Helianthemum 'Lemon Queen' im Staudenbeet © Isabelle van Groeningen

Cosmos Molinia und Helianthemum ‘Lemon Queen’

Der erste, große Effekt ist in Wirklichkeit erst jetzt wahrnehmbar, wo einige der Spätsommerstauden sich schon recht kräftig entwickelt haben. Mein Favorit Helianthus microcephalus ‘Lemon Queen‘ ist innerhalb eines Jahres zu einer tollen kräftigen Pflanze ausgewachsen und blüht schon seit Wochen mit frischen, zitronengelben Blüten. Diese werden es bis in den Oktober schaffen und fröhlich weiterblühen, ohne dass man sie ausputzen muss und ohne weitere Pflege. Sie wuchert nicht, sie säht sich nicht aus, sie hat ein frisches, kein müdes oder sattes Gelb und bekommt keinen Mehltau. Sie haben schon viele Blumensträuße bereichert. Der einzige, warmgelbe Ton, der in das Beet eindringen durfte, ist die Dreilappige Rudbeckie. Sie hat warm-gelbe Blüten, in kleinen und in größeren Stückzahlen, mit runden, fast schwarzen Mitten. Rudbeckia triloba ist kurzlebend, säht sich aber wieder aus. Dafür hat sie eine unglaublich lange Blütedauer. Die Saat ist im Winter bei Distelfinken sehr beliebt. Auch diese Blüten haben sich schon öfter in kleineren Blumensträußen gefunden.

Nächste Woche kommen die Zwiebeln. Dieses Jahr werden wir rechtzeitig die neuen aussuchen, um das Beet neu zu bestücken. Herrlich, dass man gleich wieder in die nächste Saison eintauchen kann!