Quitten-Rezepte

Quitten Membrillo © Isabelle van Groeningen

Endlich ist es soweit. Der Herbst ist angekommen. So schön wie der Sommer auch war, ist es jetzt beruhigend zu sehen, dass es auch mit Wind und Regen und so noch schön sein kann. Die dunkle Jahreszeit hat jetzt offiziell angefangen. Die Zeit, wo man sich gemütlich drinnen auf den Winter und die Weihnachtszeit vorbereitet. Für mich gehört das Kochen und das Backen dazu. Das Verarbeiten von allem, was man in den letzten Wochen im Garten liebevoll und mit Stolz geerntet hat, bevor es vergessen vor sich hingammelt. Da ungewöhnlich viele Leute auf meinen Quitten-Text reagiert haben (einige haben netterweise Tipps und Rezepte geschrieben, anderen haben um Rezepte gebeten), habe ich gedacht, es wäre passend, heute mal Rezepte auszutauschen.

Einige Früchte sind braun, wenn man sie durchschneidet. Sie sind trotzdem verwertbar, nur nicht lange haltbar!

Der Quitten-Topf ist noch nicht voll © Isabelle van Groeningen

Nicht abschrecken lassen von braunen Früchten!

Quitten-Kuchen

Dank der Frucht und der Zitrone ist dieser Kuchen sehr saftig und nicht zu süß. Die drei Schritte sind vielleicht etwas aufwändiger als für viele andere Kuchen, aber es lohnt sich. Der letzte kam so gut an, dass es keine Zeit gab, ein hübsches Bild von ihm zu machen… sorry!

Man braucht:

2 große oder 3-4 kleine Quitten: geschält, entkernt und in Stücke geschnitten

2 unbehandelte Zitronen: jeweils die Schale abgerieben und ausgepresst

225 Gramm Zucker, aufgeteilt in 50, 150 und 25 Gramm

1 Päckchen Vanille Zucker

180 Gramm Butter, aufgeteilt in 150 und 30 Gramm

2 Eier

85 Gramm Mehl

1 Teelöffel Backpulver

100 Gramm gemahlene Mandeln

50 Gramm Mandelsplitter

Schritt 1:

Die Quittenstücke in Zitronensaft wenden, auf einem Backblech verteilen und mit dem Abrieb von einer Zitrone und 50 Gramm Zucker bestreuen. Im vorgeheizten Ofen, bei 180°C, 20 Minuten backen.

Schritt 2:

150 Gramm Zucker, Vanille Zucker und 150 Gramm Butter zusammenrühren, bis alles schön cremig ist. Die zwei Eier, eins nach dem andern unterrühren, Mehl und Backpulver in die Mischung rühren, dann die gemahlenen Mandeln hinzufügen. Zum Schluss die Quittenstücke hinzufügen. Die Masse in eine gebutterte Backform (26cm) verteilen und 30 Minuten bei 180°C backen.

Schritt 3:

Die restlichen 30 Gramm Butter schmelzen und mit 25 Gramm Zucker, den Mandelsplittern, dem Abrieb und Saft der zweiten Zitrone verrühren. Das ganze über den Kuchen gießen und nochmal 15 Minuten im Ofen weiterbacken lassen, bis er fest ist. Machen Sie die Stäbchenprobe.

 

Quitten-Gelee

Quitten-Gelee © Isabelle van Groeningen

Quitten-Gelee

Quitten enthalten viel Pektin und brauchen daher normalerweise keinen Gelierzucker.

Die Schale abreiben, die Früchte knapp mit Wasser abdecken und kochen, bis sie weich sind (ca. 30 Minuten). Diese Masse durch ein Tuch gießen (Ich hänge meins in ein großes Sieb über einen großen Kochtopf) und über Nacht abtropfen lassen. Nicht zu viel an der Fruchtmasse herumdrücken, sonst erhalten sie kein klares Gelee.

Für jeden Liter Flüssigkeit, 750 Gramm Zucker (leicht im Ofen oder auf der Heizung vorgewärmt) hinzufügen und langsam zum Kochen bringen. Wenn es anfängt zu kochen, regelmäßig prüfen, ob die Quitten weich sind. Einen Teller in der Tiefkühltruhe kühlen und ein wenig der Flüssigkeit aufgießen. Wenn das Gelee etwas abgekühlt ist und mit dem Finger beim Durchschieben eine Straße entsteht und das Gelee sich aufhäufelt, ist es fertig. Wenn es so weit ist, in saubere Marmeladengläser abfüllen.

So schmeckt der Herbst - Quitten-Gelee © Isabelle van Groeningen

So schmeckt der Herbst – Quitten-Gelee

Quitten-Brot

Quitten abreiben, vierteln und entkernen. In einem Kochtopf, mit 0,2 Litern Wasser pro Kilo Frucht, 30 – 40 Minuten weichkochen. (Achten Sie darauf, dass sie nicht anhängen). Diese Masse durch ein Sieb oder eine Flotte Lotte passieren. Für jeden Liter Flüssigkeit, 600 Gramm Zucker hinzugeben und dieses Püree unter ständigem Rühren 45 – 60 Minuten köcheln lassen. Aufpassen, dass Sie sich nicht verbrennen! Die dicke Masse brodelt wie ein Vulkan und kann böse spritzen. Wenn die Masse dick und rötlich geworden ist, können Sie sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gießen und zwei bis drei Tage trocknen lassen, bevor Sie sie in einen gut verschlossenen Behälter packen.

Quitten Membrillo - © Isabelle van Groeningen

Quitten-Brot

Eine alternative Methode, die ich noch nicht ausprobiert habe, was ich aber am Wochenende tun möchte, ist:

Quitten abreiben und in eine Ofenform legen. Mit Alufolie abdecken und im Ofen backen, bis sie weich sind (ca. 30 – 40 Minuten). Etwas abkühlen lassen und schälen. Mit einem Löffel das Fruchtfleisch vom Gehäuse abmachen und in einem Topf auf mäßiger Hitze mit dem Zucker verrühren. Wenn der Zucker geschmolzen ist und das Ganze aufgekocht ist, die Paste in eine Ofenform ausgießen und bei 160°C für ca. 40 Minuten weiter garen lassen.

Die Küche ist hinterher vielleicht etwas klebrig, aber es lohnt sich!