Die Christrosen Jahreszeit hat angefangen! – The Hellebore Season has started!

KGA Eingang - Entrance © Isabelle van Groeningen

KGA Eingang

English version

In dieser Woche war das Wetter meist sehr saisonal: kalt, grau und feucht. Ich habe dieses Wetter immer verabscheut. In Belgien, wo ich aufgewachsen bin, gibt es dieses Wetter häufig und es bleibt dann auch tagelang so. Während ich das Gefühl hatte unter einem schweren, bedrückenden Deckel zu leben, konnte ich sehen, wie Pflanzen in diesem feuchten, kalten Klima kämpften. Vor allem mediterrane Pflanzen wie Lavendel haben den Winter wegen der hohen Luftfeuchtigkeit manchmal nicht überlebt.

Die erste Zierkirsche blüht!

KGA Bogen Eingang - arched entrance © Isabelle van Groeningen

KGA Bogen Eingang

Die positive Seite dieser Woche war, eines Morgens aus dem Haus zu gehen, hochzuschauen und die ersten Blüten auf der Prunus subhirtella ‘Autumnalis’ zu bemerken. Die kleinen, halbgefüllten weißen Blüten ähneln Schneeflocken, die herunterflattern. Es gibt auch eine hellrosa Form von P. subhirtella ‘Autumnalis Rosea’, die sehr schön ist. Diese Blumen werden mich für die kommenden tristen Monate begleiten. Wenn ein harter Frost kommt, frieren sie ein, nur um mit neuen Blumen fortzufahren, sobald sich die Temperaturen wieder erwärmen.

Christrosen

Helleborus niger Knospe - Bud © Isabelle van Groeningen

Helleborus niger Knospe

Auf dem Erdboden zeigen sich die ersten fetten Knospen auf den Christ- oder Schneerosen voller Versprechen. Ungeduldig gönnten wir sie uns schon zur Eröffnung unseres Adventsmarktes letzte Woche. Wir haben eine größere Menge Helleborus niger gekauft. Sorten wie “Diva” und “Jasper” beginnen bereits im November zu blühen, was sie zu einer so beliebten Pflanze in der Weihnachtszeit gemacht hat.

Langlebige Winterblumen

Helleborus niger Blüte - Flower © Isabelle van Groeningen

Helleborus niger Blüte – Flower

Alle Helleborus Arten sind wertvolle Gartenpflanzen, da sie im Winter grün sind. Sie blühen nicht nur während einer Jahreszeit, in der sonst nichts anderes geschieht, sondern sie scheinen auch für eine sehr lange Zeit zu blühen.

Im Gegensatz zu den meisten Blüten haben Helleborus keine eigenen Blütenblätter. Stattdessen entwickeln sich die Kelchblätter, die blattartige Strukturen haben und die eigentliche Blütenknospe umschließen, zu blütenblattartigen weißen Blättern. Diese sind viel robuster als Blütenblätter und halten viel länger. Sie sind bereits sichtbar und auffällig, wenn die eigentliche Blüte noch im Knospenzustand ist, und werden attraktiv bleiben, bis die Saatkapseln ausgehärtet und reif sind. Mit der Zeit werden sie grün. Das zusätzliche Vorhandensein von Chlorophyll hilft der Pflanze bei der Photosynthese in einer Zeit des Jahres, in der die Lichtverhältnisse noch niedrig sind und die Blatternte des letzten Jahres verblasst ist, während die neuen noch nicht vollständig entwickelt sind.

Die eigentlichen Blütenblätter haben sich in Nektarien verwandelt. Sie bilden eine äußere Reihe röhrenförmiger Strukturen, die viel Nektar enthalten. Auf der Suche nach Nahrung sind diese winterblühenden Schönheiten besonders attraktiv für frühen Wildbienen.

Wie man Helleborus kultiviert

Heleborus niger verblühend - fading © Isabelle van Groeningen

Heleborus niger verblühend – fading

Diese frühen Gartenhelden können etwas knifflige Gartengäste sein – sie sind schwieriger zu befriedigen als die später blühenden Helleborus orientalis-Hybriden. Wenn Sie diese Schritte folgen, sollten Sie sie recht zufriedenstellend finden:

  1. Pflanzen Sie sie an einem leicht schattigen Ort: Ihr natürlicher Lebensraum ist ein Wald. Gute Begleiter sind Schneeglöckchen, immergrüne Farne und Gräser. Heucheras können auch gut harmonieren.
  2. Wenn Ihr Boden neutral bis sauer ist, geben Sie etwas Kalk hinzu, wie z.B. Dolomitkalk, der auch Magnesium enthält.
  3. Geben Sie Kompost oder gut verrotteten Kuhmist in das Pflanzloch.
  4. Stellen Sie sicher, dass die Pflanzen nicht im Wasser stehen. Sie hassen Staunässe.
  5. Entfernen Sie unschöne oder beschädigte Blätter, um mögliche Pilzkrankheiten zu vermeiden.
  6. Pflanzen Sie sie jetzt, spätestens gegen Ende der Blütezeit. In den Sommermonaten haben die Pflanzen eine Ruhephase und werden sich langsamer etablieren.

Hellebrous 'Winter Sunshine' © Isabelle van Groeningen

Hellebrous ‘Winter Sunshine’

Wenn Sie sich Christrosen gönnen, achten Sie auf Pflanzen mit vielen Knospen. Sie sind unter den Blättern versteckt, oft noch eng aufgerollt und stecken ihre Nasen nur knapp aus dem Boden. Diese werden Ihnen ein endloses Display für die kommenden Monate bieten!

PS: Am Sonntag 15. Dezember um 18Uhr30 gibt es einen Beitrag in der RBB Gartenzeit über Christrosen in der Königlichen Gartenakademie!