13. Oktober 2019 von Isabelle Van Groeningen

Early Autumn Colour

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Euonymus alatus 'Compactus' automn color © Isabelle van Groeningen

Euonymus alatus ‘Compactus’ – autumn colour

From now on you can choose to read my weekly writings in either English or in German, I hope you will enjoy this .

Von nun an können Sie meine wöchentlichen Beiträge entweder auf Englisch oder auf Deutsch lesen. Ich hoffe, es wird Ihnen gefallen (zur deutschen Version).

From day to day it becomes more appealing to sit at home with a nice cup of tea (or coffee, or even something a little stronger) and read, dream and plan further garden developments for years to come. Weiterlesen →

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08. Oktober 2019 von Isabelle Van Groeningen

Zeit zum Planen und Pflanzen, denn die Jahreszeit für die Sinne ist da

Kategorien: Herbst, Jahreszeiten | Schlagwörter: , , |

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Pennisetum 'Hameln' © Isabelle van Groeningen

Pennisetum ‘Hameln’ – Planen und Pflanze

(Link zur englischen Version) Dies ist eine atemberaubende Jahreszeit. Beim Spaziergang durch den Garten werden alle Sinne angesprochen. Das Auge wird mit den ersten feurigen Streifen der Herbstfarbe verwöhnt, während die ersten Triebe von Parthenocissus und der erste Euonymus leuchtend rot werden. Die verschiedenen Früchte und Beeren tragen zu diesem Farbspektakel bei, da Wildäpfel wie Malus “Red Sentinel” im Herbstlicht rot leuchten. Gestern wurden mir von einem Freund die ersten Quitten angeboten. Zuerst können sie den Raum parfümieren, aber bald werden sie in köstliches Gelee und Marmelade verwandelt, um mit Käse serviert zu werden. Während die Geschmacksnerven in Erwartung der kommenden Leckerbissen aktiviert werden, erfreut sich die Haut an der seidigen Haptik von Pennisetum alopecuroides ‘Hameln’. Weich wie ein Katzenschwanz, ist dieses Gras im Moment am angenehmsten zu spüren. Die Nase folgt dem verführerischen Duft des süßen Karamellduftes des vergilbten Blattes von Cercidiphyllum japonicum, sowie der letzten Rosen.

Rosa 'Roald Dahl' - Planen und Pflanzen © Isabelle van Groeningen

Rosa ‘Roald Dahl’ – the last roses

Immergrüne verlieren ihre Blätter

Planen und Pflanzen - Gewöhnliche Waldrebe © Isabelle van Groeningen

Gewöhnliche Waldrebe

Sogar unsere atemberaubende Weymouth Kiefer auf dem Café-Rasen wird gelb, während sie ihre jährliche Mauser durchläuft. Jeden Herbst wird sie für einige Wochen sehr gelb, wenn die alten Nadeln absterben und abfallen. Viele Besucher sind besorgt über das Aussehen und weisen darauf hin, dass der Baum stirbt, während andere sich mit uns in Verbindung setzen, weil sie befürchten, dass ihre Immergrünen wegen vergilbter Blätter, die abfallen, krank sind. Solange das neue Wachstum einer Pflanze fit und gesund erscheint, gibt es keinen Grund zur Sorge. Jede immergrüne Pflanze, sei es ein Rhododendron oder eine Thuja, wird irgendwann ihre älteren Blätter verlieren. Einige tun dies nach und nach während der gesamten Saison, andere haben eine feste Zeit in ihrem Saisonkalender, wie es bei unserer Kiefer der Fall ist. Einige Arten verlieren die einjährigen Blätter oder Nadeln, andere halten sie für zwei Jahre oder länger.

Planen und Pflanzen - Pinus strobus © Isabelle van Groeningen

Pinus strobus

Sieben-Sohn-Blume oder Heptacodium miconioides

 

Obwohl sich die meisten Pflanzen auf den Winter vorbereiten, ist der letzte unserer blühenden Sträucher wieder am schönsten. Nach einem kürzlichen Schauer wurde der Weg unter den Heptacodium miconioides mit sternweißen Blüten übersät, die durch den Regen abgeschlagen worden waren. Gerade wenn man denkt, dass es mit den hübschen, duftenden Blüten vorbei ist und ein leichtes Gefühl der Traurigkeit einsetzt, in dem Wissen, dass die Blütezeit wahrhaftig beendet ist, erscheinen attraktive, grünlich-rosa geflügelte Samen, die so schön und dekorativ sind wie die weißen Blüten, mit dem einzigen Unterschied, dass sie nicht mehr duften. Diese späte Schönheit ist ein willkommener Gast in jedem Garten.

Die ideale Pflanzzeit

Da die Tage kürzer und das Wetter kühler werden und wir endlich etwas Regen bekommen, ist es höchste Zeit über das Planen und Pflanzen spezieller Gewächse nachzudenken. Verbringen Sie Ihre Abende mit Ihren Notizen und Gartenbüchern (oder Ihrer Lieblingswebsite) und schauen Sie, was Sie pflanzen sollten, um Ihren Garten für das nächste Jahr noch schöner zu machen.

Denken Sie an alle Sinne, die in Ihrem Garten stimuliert werden können, egal wie klein oder voll sie erscheinen mögen. Überlegen Sie, zu welcher Jahreszeit Sie etwas brauchen, um die Stimmung aufzuhellen und die Gemüter zu erheitern.

Dann machen Sie weiter. Sie sollten nicht nur über das Pflanzen nachdenken, sondern es auch dringend tun. Der Boden hat endlich an Feuchtigkeit gewonnen, behält aber dennoch viel Wärme und solange die Bäume und Sträucher Blätter haben, können sie die notwendigen Hormone produzieren, die eine Pflanze braucht, um neue Wurzeln zu bilden und sich vor dem Wintereinbruch zu entwickeln.

Herbst- versus Frühjahrspflanzung: Planen und Pflanzen

Die letzten Jahre haben gezeigt wie wichtig es ist, im Herbst und nicht im Frühjahr zu pflanzen. Bäume und Sträucher haben Zeit, die ersten neuen Wurzeln zu schlagen, bevor die Trockenzeit an die Tür klopft.  Wir wissen weder welche Art Winter vor uns liegt, noch wissen wir, welcher Frühling oder Sommer ihm folgen wird. Nur um auf der sicheren Seite zu sein, pflanzen Sie jetzt, liebevoll, aufmerksam und genießen Sie dann Ihre Arbeit in den kommenden Jahren!

Acer palmatum 'Bi-Hoo' © Isabelle van Groeningen

Acer palmatum ‘Bi-Hoo’ – Planen und Pflanzen

 

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08. Oktober 2019 von Isabelle Van Groeningen

Time to plan and plant as the season for the senses is there

Kategorien: English Blog, Herbst | Schlagwörter: , |

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— Link zur deutschen Fassung —

Pennisetum 'Hameln' © Isabelle van Groeningen

Pennisetum ‘Hameln’

This is a stunning time of year. All senses are treated as you walk through the garden. The eye is treated to the first fiery streaks of autumn colour catch your attention as the first shoots of Parthenocissus and the first Euonymus turn bright red. The various fruits and berries add to this colour spectacle, as Crab Apples like Malus ‘Red Sentinel’ glow red in the autumn sunlight. Yesterday I was offered the first quinces by a friend. To start with they can perfume the room, but soon they will be turned into delicious jelly and paste to be served with cheese. Whilst the tastebuds are activated in the anticipation of tasty things to come, the touch has pleasure at the silky feel of Pennisetum alopecuroides ‘Hameln’. Soft as a cat’s tail this grass is at its most tactile right now. The nose follows the tempting smell of the sweet caramel scent of the yellowing foliage of Cercidiphyllum japonicum, as well as the last of the roses.

Rosa 'Roald Dahl' © Isabelle van Groeningen

Rosa ‘Roald Dahl’ – the last roses

Evergreens losing their leaves

Gewöhnliche Waldrebe © Isabelle van Groeningen

Gewöhnliche Waldrebe

Even our stunning Weymouth Pine on the café lawn is turning yellow as it is going through its annual moulting. Each autumn it turns very yellow for a few weeks, as the old needles die off and drop. So many visitors are concerned by the appearance and point out that the tree is dying whilst others contact us, worried that their evergreens are diseased because of yellowing leaves that fall off. As long as the new growth on a plant appears fit and healthy, there is no reason to worry. Every evergreen, be it a Rhododendron or a Thuja, will shed at some stage or other its older leaves. Some do this little by little, throughout the season, other have a fixed time in their seasonal calendar as is the case with our pine. Some species loose the one-year old leaves or needles, others hold on to them for two years or longer.

Pinus strobus © Isabelle van Groeningen

Pinus strobus

Seven Son Flower or Heptacodium miconioides

Although most plants are getting ready for winter, the last of our shrubs to flower is at its most beautiful again. After a recent shower the path beneath the Heptacodium miconioides was strewn with starry white flower that had been knocked off by the rain. Just when you think it’s over with the pretty scented flowers and a slight feeling of sadness sets in with the knowledge that the flowering season is well and truly finished, attractive greenish-pink winged seeds appear that are as beautiful and decorative as the white flowers, with the only difference that they are no longer scented. This late beauty is a welcome guest in every garden.

The ideal planting season

As the days grow shorter and the weather gets cooler, and we finally get some much-needed rain, it is high time to think about planting these special plants. Spend your evenings with your notes and gardening books (or your favourite website) and look what you should be planting to make your garden even better for next year.

Think of all the senses that can be stimulated in your garden, however small or full it may seem. Think at which time of year you need something to lighten the mood and cheer up the spirits.

Then get on with it. You should not only be thinking about planting, you should urgently be doing it. The soil has finally gained in moisture but still retains a lot of warmth, and as long as the trees and shrubs have leaves, they can produce the necessary hormones a plant needs to produce new roots and get established before the onset of winter.

Autumn versus spring planting

These past years have shown how important it is to plant in autumn rather than spring, as trees and shrubs have time to put down the first new roots before the dry season knocks on the door.  We do not know what sort of winter lies ahead of us, nor de we know what spring or summer will follow it. Just to be on the safe side, plant now, lovingly, thoughtfully, and then enjoy your work in years to come!

Acer palmatum 'Bi-Hoo' © Isabelle van Groeningen

Acer palmatum ‘Bi-Hoo’

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29. September 2019 von Isabelle Van Groeningen

Changing Seasons: Time for the asters

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Asters - Aster frikartii 'Mönch' © Isabelle van Groeningen

Aster frikartii ‘Mönch’

Thanks to my working life at the Garden Academy I am in the fortunate position to be able to follow the seasonal transitions on a daily basis, despite living in the middle of Berlin. The development of buds, the unfurling of leaves, the coming and going of flowers, the ripening of fruits, the setting of seeds – I enjoy observing all these glorious moments that follow one another. Just these past weeks the dramatically shortening of the days has become noticeable and the light has been changing. But it was not until yesterday, at last, that we were blessed by one of those glorious sunny autumnal mornings, where every leaf, petal, seedhead and cobweb glistened and was magnified by a myriad of minute Swarovski-like water drops from a heavy morning dew. These days are rare in the city.

Rosa 'Munstead Wood' © Isabelle van Groeningen

Rosa ‘Munstead Wood’

It was stunning: Roses, Asters and Anemones sparkled, Gaura was weighed down by waterdroplets, Veronicastrum virginicum seedheads became alive again, this time shimmering silver and the Penisetum alopecuroides ‘Hameln’ was simply spectacular.

Autumn-flowering daisies have new names – high season of the Asters

Autumn may be lurking around the corner, but the season is not yet over. A little walk along the borders reveals how much is still happening. It is the high season of the Asters and their close relatives. Botanists have recently re-classified this large group of mainly autumn-flowering plants and re-named many, but I will, for the sake of simplicity, continue calling them Aster for the moment. With the exception of a few like Aster amellus and A. alpinus, the majority should now be called Symphyotrichum. My favourite shade-tolerant, white starry-flowered Aster divaricatus should now be called Eurybia divaricata. This one has been creating its show since many weeks in my own shady garden.

Aster divaricatus © Isabelle van Groeningen

Aster divaricatus in my shady garden

The earlier stars

Although the first asters in our borders started flowering in July and won’t finish till late October, the majority are only just starting to flower now. A star among the early-birds is A. frikartii ‘Mönch’ with its large blue flowers. Its medium height makes it a good front-of-border plant. It is a great performer that catches the eye.

Early relatives of asters

With a similar flowering period but less spectacular, is the charming and completely trouble-free Kalimeris incisa ‘Madiva’. At 1–1,20m high, it carries numerous white flowers, whose colour subtly changes according to daylight. Sometimes it has a hue of blue, then it is pinkish, yet at other times it is more violet or lilac-tinted. Rarely is it white. After 10 years reliable presence in the border, it is now time to lift and divide them.

Heliathnus 'Lemon Queen' © Isabelle van Groeningen

Heliathnus ‘Lemon Queen’

Late August the tall Vernonia crinita starts. Unlike many of the taller late asters, it copes well with the summer heat, retaining green leaves all along the stems, down to ground level, well into autumn. In a few weeks’ time the flowerheads will be replaced by irresistible fluffy pinkish seedheads. They too have been trouble-free all these years.

Leucanthemela serotina © Isabelle van Groeningen

Leucanthemela serotina

A distant Aster-relative I am very fond of is Leucanthemella serotina. This 1,80-2,00m tall cheerful large white daisy has a slight invasive tendency, but for this it is pardoned because of its delightful fresh appearance. Every two to three years we just have to put it back in its place.

Reliable autumn flowerers

Aster n-b 'Andenken an alma Pötschke' © Isabelle van Groeningen

Aster n-b ‘Andenken an alma Pötschke’

It is the time of year where the numerous Aster novae-angliae cultivars open up their fuzzy, hairy flowerbuds. They have to be carefully positioned in a border to hide their two weaknesses. Their rather rigid habit is often difficult to incorporate in a more relaxed planting. Their brown legs caused by the lower leaves drying by the time they start flowering are unsightly. Placing them towards the rear of a planting scheme, surrounded by other plants of a similar height or a little lower like Phlox or grasses masks these two problems. There are a few cultivars I am very fond of because of their great colours. The bright magenta of A. ‘Andenken an Alma Pötschke’ cheers up the autumn garden and have been part of my life for many decades. Although I am not that fond of the very rigid and squat habit of A. ‘Purple Dome’, with only 40cm it is often useful in the foreground of a border and has a useful intensive purple which I enjoy at a time of year dominated by wishy-washy pastels.

Asters - Aster 'Purple Dome' © Isabelle van Groeningen

Aster ‘Purple Dome’

The stars of the moment

Aster 'Le Vasterival' © Isabelle van Groeningen

Aster ‘Le Vasterival’

For those who prefer a more relaxed effect, I can recommend two delightful plants: Aster ‘Le Vasterival’ and A. ‘Little Carlow’. With its dark, glossy leaves, thin, almost black flowerstems and tendency to wander through the borders, ‘Le Vasterival’ reminds me rather of Aster laevis ‘Arcturus’ an old, invasive friend I brought back form my English garden. Despite its wandering habit I love its light-ness and its refreshing pale pink flowers. A. ‘Little Carlow’ remains unbeatable for its lightness though. Clouds of numerous small blue flowers billow in the borders for weeks on end. I really don’t care that she does not stand up as well as many other asters do, by now its neighbouring plants like Alchemilla mollis are done for the season and don’t mind being slightly overwhelmed by such a good-natured neighbour.

Alsters - Aster 'Little Carlow' © Isabelle van Groeningen

Aster ‘Little Carlow’

An old friend that has re-entered my life (and our border) is Aster pringlei ‘Monte Cassino’. Elegant sprays of small, pure white flowers make excellent cut flowers. Contrary to many other white-flowered asters that go rather murky as they fade, because the centre of the flower turns a dark brown, this one stays fresh.

And finally…

Asters - Aster 'Purple Dome' © Isabelle van Groeningen

Aster ‘Purple Dome’

Walking along the border, I now already enjoy the very last hero of the season. Aster lateriflorus var. horizontalis ‘Lady in Black’ has been looking good for weeks with its reddish foliage and very elegant growth habit. Its buds are at this stage just small little points and will not open for at least another three to four weeks.

Asters - Aster laterifolius horiz. 'Lady in Black' © Isabelle van Groeningen

Aster laterifolius horiz. ‘Lady in Black’

These are just a few of the many on offer. Many more I need to discover and want to try. The blue-flowered Aster x herveyi ‘Twilight’ is on my list, though its invasive nature makes me hesitate right now. I have yet to find the right place for it. One day I will.

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22. September 2019 von Isabelle Van Groeningen

Transparenter Gehölzschnitt im Garten „Le Vasterival“

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Spätsommergarten in Le Vasterival © Isabelle van Groeningen

Spätsommergarten in Le Vasterival

Für die Kurse unserer Gartenschule an der Gartenakademie versuche ich immer wieder neue Themen und natürlich auch neue Dozenten für unsere „normalen“ Kunden, sowie für die Profis zu finden. Wo es passt, bieten wir dann auch gerne das Thema zwei Mal an. Einmal für den Gartenbesitzer und einmal in Fachsprache für den Profi. Diese Woche war es wieder soweit. Didier Willery war zu Besuch aus Frankreich, um uns den Garten von „Le Vasterival“ und seine transparente Gehölzschnittkunst zu zeigen.

Hauptvista © Isabelle van Groeningen

Hauptvista Le Vasterial

Le Vasterival

Didier Willery © Isabelle van Groeningen

Didier Willery

Obwohl Didier Willery Autor und Journalist ist und für Ulmer Frankreich arbeitet, hat er einen besonderen Job: Er ist auch botanischer Berater und assistiert bei Führungen durch den Garten von „Le Vasterival“. Dieser Garten, der vor mehr als 50 Jahren von der norwegischen Prinzessin Greta von Sturdza kreiert wurde, ist mein Favorit unter den Waldgärten. Auf über 12 Hektar gedeiht eine traumhafte Sammlung besonderer Pflanzen. Unter hohen Bäumen wachsen kleinere Bäume wie Birken, Blütenhartriegel, Magnolien, Zierkirschen und japanische Ahorne. Unter diesen gedeihen Sträucher wie Zaubernuss, Schneeball, Hortensie oder Rhododendron und zum Schluss kommt noch eine Schicht Stauden wie Lenzrosen, Taglilien, Astilben, Elfenblumen, Farne und Bergenien und natürlich auch noch Zwiebeln, wie Schneeglöckchen.

Unterbepflanzung © Isabelle van Groeningen

Unterbepflanzung mit Herbstanemonen, Hortensien und Sedum

Eine einzigartige Pflanzensammlung

Die Prinzessin hatte nie das Bedürfnis alles zu sammeln. Sie war hauptsächlich an Sorten interessiert, die die Blütensaison verlängern können. Ob es nun die 45 Zaubernüsse oder die 80 unterschiedlichen Schneeglöckchen waren – wichtig war, dass sie so lange wie möglich die Blütezeit einer Pflanze genießen konnte. Die ersten Schneeglöckchen fangen im November an zu blühen und dann blüht es durch bis in den April, wenn die letzten aufhören. Die erste Rhododendronblüte von Rhododendron ‘Christmas Cheer‘ ist an Weihnachten schon da, die letzten blühen jetzt noch. Das gleiche Prinzip gilt für die Zierkirschen, Mahonien, Magnolien und alle anderen. Allerdings wenn eine Pflanze ihr nicht gefiel, wurde diese gnadenlos entfernt. Karl Foersters bekannter Satz: „Es wird durchgeblüht“, passt auch in diesen Garten. Es gibt keinen Tag im Jahr ohne Blüten.

Enge Bepflanzung gegen die Trockenheit

Enge Bepflanzung von Bodendecker mit Heuchera villosa Sämlingen, Carex und Farne© Isabelle van Groeningen

Enge Bepflanzung von Bodendecker mit Heuchera villosa Sämlingen, Carex und Farne

Graswege zwischen großen Pflanzbeeten führen durch den Garten. Ein breiter Rasenstreifen kreiert eine große Vista oder Sichtachse, die einmal das Tal runter und dann wieder hoch quer durch den Garten führt. Die Beete sind eng bepflanzt. Das macht es nicht nur pflegeleichter da Unkraut keine Chance hat sich einzunisten, es hat auch während der extremen Trockenheit der vergangenen Sommer dafür gesorgt, dass die Pflanzen alle gut überlebt haben, auch ohne sie gießen zu müssen. Wenn Pflanzen so eng neben- und über einander wachsen, kommen Sonne und Wind nicht an die Erdfläche um diese zu vertrocknen. Dazu kommt, dass die Feuchtigkeit, die Pflanzen besonders nachts abgeben, zwischen den Pflanzen hängenbleibt und nicht verdunstet.

Durchsichtigkeit im Garten

Vegetale Bilderramen © Isabelle van Groeningen

Vegetale Bilderramen – Die Äste rahmen immer wieder neue Gartenbilder

In der Natur hatte die Prinzessin beobachtet, wie große Bäume, die am Ende ihres Lebens angekommen waren, immer mehr Äste verlieren. Damit kommen immer mehr Licht und Regen am Waldboden an, was wiederum das Wachstum einer neuen Generation ermöglicht. Ihre Idee war dieses Prinzip in ihrem Garten umzusetzen und die großen Bäume, wie die Eichen, die ihr Grundstück beschatten, auszulichten und aufzuasten. Peu a peu hat sie zusammen mit ihren Baumkletterern angefangen Bäume zu schneiden, sodass durch die Bäume immer mehr kleine Sichtachsen im Garten entstehen konnten.

Transparenter Gehölzschnitt

Wichtig bei diesem Schnitt ist, die natürliche Wuchsform einer Pflanze zu erhalten. Nie wird ein Ast einfach gekürzt. Stattdessen wird er entweder bis zum Stamm ganz entfernt oder falls es eine Verzweigung gibt, dann kann eine der beiden abgeschnitten werden. Es fängt immer mit dem Entfernen von Totholz und schwachen, kränkelnden Trieben an. Kreuzende Äste sollen vermieden werden, besonders wenn sie später aneinander reiben würden. Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen und wenn man sich nicht sicher ist, einfach nochmal die Pflanze sein zu lassen und zu einem späteren Zeitpunkt oder sogar im nächsten Jahr nochmal zu schauen, ob noch mehr weggeschnitten werden kann. Wenn möglich, fangen Sie damit an, wenn die Pflanze noch jung ist. Kleine, dünne Äste hinterlassen kleinere Schnittwunden, die schneller heilen. September bis Oktober ist die ideale Zeit für die meisten blattverlierenden Laubbäume wie Zierkirschen, Ahorne und Birken, so lange die Pflanze noch Blätter hat. Hormone, die die Wundheilung fördern, werden von den Blättern produziert. (Die helfen übrigens auch bei der Wurzelbildung, weswegen jetzt eine ideale Pflanzzeit ist!) Winterharte, immergrüne Nadelgehölze können während frostfreier Perioden in den Wintermonaten geschnitten werden. Bei blühenden Sträuchern wie Weigelien, Deutzien aber auch Bauernhortensien werden die Triebe, die drei Jahre oder älter sind, völlig rausgeschnitten.

Vorsicht!

Rhododendron, Flieder und Kamellien (für die Glücklichen die sie haben können) sollten sofort nach der Blüte geschnitten werden, bevor der neue Trieb anfängt. Schneidet man zu spät, kommt nächstes Jahr keine Blüte.

Zwei die man nicht schneiden soll, da sie sonst eingehen können sind Walnuss und Zaubernuss. Sie können höchstens die neuen Triebe bis auf ein Auge zurücksetzen, mehr nicht.

Gärtnerhaus © Isabelle van Groeningen

Gärtnerhaus

Nehmen Sie Ihre Schere und Ihren Mut in beide Hände und schauen Sie sich Ihre Gehölze mal an um zu sehen, was Sie für Ihre Pflanzen tun können. Brauchen Sie Sichtschutz, lassen Sie die Pflanze vielleicht besser in Ruhe. Wäre ein wenig mehr Licht oder Durchblick in die weite Landschaft notwendig, ist ein wenig Schnitt angesagt. Sie haben das Glück, dass Sie in Ihrem eigenen Garten zu jeder Zeit aufhören und ein anderes Mal weitermachen können, wenn Ihnen wieder etwas aufgefallen ist.

 

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14. September 2019 von Isabelle Van Groeningen

Italienische Gartenkultur

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Blick über die Altstadt - Lucca © Isabelle van Groeningen

Blick über die Altstadt von Lucca

Mit schlechtem Gewissen bin ich am Wochenende fremdgegangen. Statt an der Gartenakademie zu sein, wo am Samstag und Sonntag nebenan der Berliner Staudenmarkt im Botanischen Garten stattfand, habe ich mich endlich getraut nach Italien, nach Lucca, zu fahren. Hier findet seit Jahren am gleichen Wochenende eine Pflanzenmesse statt: Die Murabilia. Weiterlesen →

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07. September 2019 von Isabelle Van Groeningen

Blausternchen – Scilla

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Scilla bifolia © Isabelle van Groeningen

Scilla bifolia

Was mich in den letzten Jahren in Berlin echt begeistert hat, waren die blauen Teppiche, die am Ende des Winters plötzlich auftauchen, wo sich Blausternchen sensationell verwildert haben und tausende Blüten ein schimmerndes blaues Meer kreieren.

Blausternchen oder Scilla ist eine bescheidene Gattung, die viel Charme besitzt. Es gibt über 50 verschiedene Arten. Vielen davon gefällt auch unser Klima und sie lassen sich gut vermehren. Von Jahr zu Jahr breiten sie sich aus. Weiterlesen →

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